Allgemeinchirurgie, Viszeralchirurgie und Proktologie

Das Spektrum der Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie ist groß. In der Allgemeinchirurgie stehen hauptsächlich Eingriffe an der Körperoberfläche – wie bei einem Leistenbruch oder Narbenbruch – auf dem OP-Plan. Die Viszeralchirurgie beinhaltet Operationen der Bauchorgane, also des gesamten Verdauungstrakts mit Speiseröhre, Magen, Dünn-, Dick- und Enddarm, Leber und Gallenblase sowie Milz. Auch Eingriffe an Schilddrüse und Nebenschilddrüse führen die Chirurgen häufig durch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Proktologie mit Erkrankungen des Afters und des untersten Teil des Enddarms einschließlich Schließmuskel.

Natürlich ist jeder Eingriff belastend – dessen ist sich das Team der Chirurgie im St. Josef Krankenhaus Haan bewusst. Der Patient soll sich trotz „Gerätemedizin“ nicht verloren fühlen. Gerade die Proktologie ist oft mit Tabus verbunden und erfordert ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Chirurg und Patient. Wer in die Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie in Haan kommt, begegnet deshalb motivierten und kompetenten Ärzten und Pflegekräften, die sich Zeit nehmen um Beschwerden sorgfältig abzuklären und darüber hinaus in gutem Kontakt zu Haus- und Fachärzten stehen.

Schwerpunkte der Allgemeinchirurgie und Viszeralchirurgie

Minimal-invasive Chirurgie: Cholezystektomie (Gallenblasenentfernung)

Die Gallenblase ist ein Speicherorgan für die Gallenflüssigkeit, die für die Fettverdauung benötigt wird. Die Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet und fließt über den Hauptgallengang  in den Dünndarm. Ein Teil wird dabei in der Gallenblase gespeichert. Wenn die Bestandteile der Gallenflüssigkeit nicht im richtigen Verhältnis zueinander vorliegen und verklumpen, können Gallensteine entstehen.Anzeichen für Gallensteine sind z.B. heftige Schmerzattacken im rechten Oberbauch von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden Dauer, die auch in den Rücken und die rechte Schulter ausstrahlen können, Schmerzen und Beschwerden während oder nach dem Essen mit Übelkeit und Erbrechen oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten.

Gleichzeitig steigt das Risiko, dass die Gallensteine zu Komplikationen wie einer entzündeten Gallenblase führen. Eine operative Entfernung ist immer dann angezeigt, wenn Gallensteine symptomatisch geworden sind. Darüber hinaus kann die Entfernung der Gallenblase angezeigt sein, wenn Polypen im Gallenblasengewebe diagnostiziert werden, denn sie gelten als Vorläufer eines bösartigen Tumors. Die etwa 40 bis 70 Minuten dauernde Operation erfolgt laparoskopisch (Schlüsselloch-/minimal-invasive Chirurgie) in Vollnarkose. Meist ist ein Krankenhausaufenthalt zwei Tagen  erforderlich.

Ein Leben ohne Gallenblase hat keine bleibenden Nachteile. Eine spezielle Nachsorge oder Diät ist im Anschluss an die Entfernung der Gallenblase nicht erforderlich. Generell gilt aber auch hier: eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Kost ist gesund und sorgt für ein dauerhaftes Wohlbefinden.

Minimal-invasive Chirurgie: Appendektomie (Entfernung des Blinddarms)

Die Entfernung des Blinddarms – in der Fachsprache Appendektomie genannt – ist notwendig, wenn eine akute Entzündung am „blinden Ende“ des Dickdarms, dem so genannten Wurmfortsatz, vorliegt. Plötzlich auftretende Schmerzen im Oberbauch, die später in den rechten Unterbauch wandern, sind typische Anzeichen für eine Blinddarmentzündung. Doch diese Anzeichen können von den Betroffenen höchst unterschiedlich wahrgenommen werden, wodurch akute Entzündungen oft verschleppt und dann in einer Notoperation der entzündete Wurmfortsatz entfernt werden muss.

Bei Verdacht auf eine akute Blinddarmentzündung sollte ein Arzt aufgesucht werden, denn eine nicht behandelte Blinddarmentzündung kann zu einem Durchbruch (Perforation) führen. Dabei ergießt sich Darminhalt mitsamt Bakterien in das Bauchinnere und kann zu einer lebensgefährlichen Bauchfellentzündung führen.

In der Regel wird die Blinddarmentfernung laparoskopisch durchgeführt. Dabei wird der entzündete Wurmfortsatz freipräpariert. Die Verbindung zum Dickdarm wird mit einem Klammernahtgerät verschlossen, der Wurmfortsatz mit einem Beutel entfernt, so dass keine Entzündungen an den Weichteilen auftreten.

Minimal-invasive Chirurgie: Darm- und Magenchirurgie

Im Bereich der Darm- und Magenchirurgie sorgt der Einsatz von minimal-invasiven Techniken für eine Schonung von Haut und Weichteilen und ermöglicht eine schnellere Erholung, Genesung und Mobilisation nach der Operation.

Durch den Einsatz eines speziellen Färbeverfahrens (Fluoreszenz-Angiographie) bei laparoskopischen Operationen kann in Echtzeit die Durchblutung der zu anastomosierenden Darmanteile sichtbar machen. Dies erhöht die Sicherheit für den Patienten. Minimal-invasive Techniken führen generell zu deutlich kürzeren Krankenhausaufenthalte und schnellerer Erholung. Außerdem führen die kleinen Schnitte zu kleineren und unauffälligeren Narben und zu weniger Entzündungen. 

Minimal-invasive Chirurgie: Milzoperationen

Die Milz hat eine Größe von etwa 4x7x11cm und liegt im linken Oberbauch unter dem Rippenbogen. Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Abwehr körperfremder Stoffe, denn ihre Hauptaufgabe ist das Herausfiltern von überalterten roten Blutkörperchen. Außerdem ist sie Speicher- und Vermehrungsort für weiße Blutzellen (Leukozyten) .

Verschiedene akute und chronische Krankheitszustände können eine Milzoperation notwendig machen. Verletzungen der Milz (Milzruptur) nach Unfällen können z.B. aufgrund der Blutung möglicherweise lebensgefährlich sein. 

Operationen sind außerdem angezeigt bei

  • Milzvergrößerungen (Splenomegalie)
  • Milzzysten
  • oder bei bestimmten Erkrankungen von Blut und Knochenmark (z.B. Kugelzellanämie).

Auch Tumoren der Milz oder des Lymphsystems müssen möglicherweise operativ entfernt werden.

Im Bereich der Milzchirurgie sorgt der Einsatz von minimal-invasiven Techniken für eine Schonung von Haut und Weichteilen und ermöglicht eine schnellere Erholung, Genesung und Mobilisation nach der Operation.

Proktologie: Hämorrhoiden

Hämorrhoiden bestehen aus Blutgefäßen, die den unteren Teil des Enddarms von innen auskleiden. Jeder Mensch hat Hämorrhoiden, denn sie haben eine wichtige Aufgabe: Als „Gefäßpolster“ unterstützen sie den Schließmuskel in seiner Funktion. Beschwerden wie Blutungen, Juckreiz und Schmerzen deuten auf eine entzündliche Veränderung und Vergrößerung der Hämorrhoiden hin und sollten in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden. Bei sehr starker Vergrößerung hilft meist nur noch eine Operation, denn stark vergrößerte Hämorrhoiden sind nicht nur schmerzhaft, sie können sogar nach außen vor den After vorfallen.

Je nach Ausprägung der Hämorrhoiden stehen unterschiedliche OP-Methoden zur Verfügung. In einem ausführlichen Gespräch werden Operationsmethode und –umfang genau erläutert. Manche Eingriffe können ambulant durchgeführt werden, für größere Eingriffe ist es jedoch ratsam, einen stationären Aufenthalt einzuplanen, denn der Eingriff findet in einem äußerst schmerzempfindlichen Areal statt, so dass eine anschließende Schmerztherapie angeraten ist.

Proktologie: Fissuren

Analfissuren sind Risse in den Schleimhäuten am Darmausgang. Sie können in Folge einer ballaststoffarmen Ernährung und dem daraus entstehenden hartem Stuhl entstehen und führen zu starken Schmerzen und Blutungen beim Stuhlgang. Wenn Fissuren nicht von selbst oder durch eine medikamentöse Behandlung durch Salben heilen, können Sie dauerhafte Beschwerden verursachen, denn es entsteht Narbengewebe, unter dem sich Geschwüre bilden können. Dann ist fast immer eine Operation nötig, bei der das Geschwür unter Erhalt des inneren Schließmuskels entfernt wird.

Proktologie: Fisteln

Eine Analfistel ist führt oft zu einem Analabszess, einer abgekapselten Eiterblase am After. Eine Analfistel ist meist  Folge einer Duftdrüsenentzündung im After. Dadurch besteht eine tunnelartige Verbindung zwischen dem Analkanal und der äußeren Afterregion. Beschwerden wie Jucken, Brennen und vor allem Nässen können Hinweise  auf eine Analfistel sein. Ohne Operation heilen Analfisteln nie aus. Verläuft die Fistel oberflächlich, ist in den meisten Fällen eine einfache Ausschälung durch den erfahrenen Chirurgen möglich, die keinen negativen Einfluss auf die Schließmuskelfunktion hat. Durchbohrt jedoch der Fistelgang den Schließmuskel, werden bei Art und Umfang der Operation mögliche Einschränkungen genauestens in Betracht gezogen und im Gespräch mit dem Patienten erläutert. Die Entwicklung einer Stuhlinkontinenz ist äußerst selten, Einschränkungen der Kontrolle des Schließmuskels jedoch möglich. Da jedoch immer die Gefahr der Ausdehnung der eitrigen Entzündung besteht, ist die operative Versorgung der Analfistel alternativlos. Medikamentöse Therapien mit Antibiotika oder Hausmittel wie Sitzbäder und Zugsalben haben sich als erfolglos erwiesen.

Endokrine Chirurgie: Schilddrüse und Nebenschilddrüse

Im Bereich der endokrinen Chirurgie werden gutartige und bösartige Erkrankungen der Schilddrüse und Nebenschilddrüse behandelt.

Erkrankungen der Schilddrüse

Sie ist nur so groß wie eine Walnuss, doch die Schilddrüse übernimmt lebensnotwendige Funktionen im menschlichen Körper. Gerät sie aus dem Tritt, produziert sie zu viel oder zu wenig Hormone, hat das deutliche Folgen für den Alltag der Betroffenen.

Herzrasen, Panikattacken, Gewichtsverlust deuten auf einen Hormonüberfluss im Zuge einer Überfunktion hin, Symptome wie Trägheit, depressive Stimmung und Gewichtszunahme lassen auf eine Schilddrüsen-Unterfunktion schließen. In der Regel gibt eine einfache Blutuntersuchung Aufschluss, mit der der Hormonspiegel bestimmt wird. Meist kann den Betroffenen mit Medikamenten geholfen werden, die regelmäßig eingenommen werden müssen.

Doch das reicht nicht immer, manche Veränderungen bilden sich nicht ausreichend zurück. Eine vergrößerte Schilddrüse, ein so genannter Kropf, kann auf die Luft- und Speiseröhre drücken und so das Schlucken und Atmen behindern. Hier ist eine Operation angeraten, ebenso wie bei Knoten der Schilddrüse, bei denen nicht mit letzter Sicherheit ausgeschlossen werden kann, dass sie gutartig sind. Große Narben am Hals gehören dabei in den meisten Fällen der Vergangenheit an. Mit modernen Instrumenten können spezialisierte Chirurgen heute in einem äußerst sicheren Verfahren über kleine Schnitte operieren. Zur Risikoverminderung bestehen heute Verfahren, bei denen der hinter der Schilddrüse laufende Stimmbandnerv zu jedem Zeitpunkt der Operation kontrolliert werden kann. 

Erkrankungen der Nebenschilddrüse

Die Nebenschilddrüse besteht meist aus vier hinter der Schilddrüse liegenden, erbsengroßen Drüsen, den sogenannten Epithelkörperchen. Sie produzieren ein spezielles Hormon, das den Kalziumhaushalt steuert. Kalzium ist ein wichtiger Mineralstoff, der vor allem für den Knochenstoffwechsel und die Muskelfunktion von Bedeutung ist.

Eine Überfunktion der Nebenschilddrüse hat erhebliche Folgen für den Betroffenen. Es kommt zu Osteoporose, Bildung von Nierensteinen oder zum Auftreten von Magengeschwüren. Auch psychische Störungen sind möglich. In den meisten Fällen ist die Ursache einer solchen Überfunktion eine gutartige Geschwulst eines Epithelkörperchens, ein sogenanntes Adenom. Durch einen Ultraschalluntersuchung und eine spezielle Szinthigraphie kann ein solches Adenom oft  lokalisiert werden. Die operative Entfernung des betroffenen Epithelkörperchens ist dann die Therapie der Wahl und führt zur Heilung. 

Offene und laparoskopische Hernienchirurgie

Leistenbrüche, medizinisch Leistenhernien, gehören zu den häufigsten Krankheitsbildern weltweit. In Deutschland müssen allein über 250.000 Leistenbrüche pro Jahr operiert werden. Männer sind neunmal häufiger betroffen als Frauen – etwa 20 Prozent der Männer entwickeln  im Laufe ihres Lebens einen Leistenbruch.

Ein Leistenbruch kann angeboren sein oder erworben werden. Durch eine Schwachstelle in der Leistenregion kommt es zu einer sackartigen Ausstülpung des Bauchfells, so dass Organe durch eine Lücke in der Bauchdecke in den Leistenkanal rutschen können. Es entsteht eine Vorwölbung, die sich beim Pressen, Husten oder bei körperlicher Belastung verstärkt, sich aber im Stehen oder Liegen meist zurückdrücken lässt. Ebenso gehören ziehende Schmerzen von der Leiste nach oben zum Becken oder nach unten zum Hoden und Oberschenkel zu den Symptomen.

In den meisten Fällen sind Leistenhernien ungefährlich und können gut behandelt werden. Kompliziert und auch lebensbedrohlich wird es, wenn z.B. eine Darmschlinge in den Bruchsack rutscht und dort eingeklemmt ist. Dabei treten starke Schmerzen in Bauch und Leiste auf, und es muss sofort operiert werden. Nur so kann verhindert werden, dass der eingeklemmte Darmanteil abstirbt.

Um einen Leistenbruch zu beheben, kommen unterschiedliche OP-Methoden in Frage. Welche Technik im Einzelfall zum Einsatz kommt, wird von Arzt und Patienten individuell entschieden. Die Entscheidung hängt unter anderem von der Lage und Größe des Leistenbruchs, aber auch vom Alter des Patienten und den Voroperationen im Leistengebiet oder im Bauchraum ab.

Früher wurden Leistenbrüche häufig mit körpereigenem Gewebe repariert (Shouldice-Operationsmethode). Heute werden überwiegend Verfahren durchgeführt, bei denen Kunststoffnetze eingesetzt werden. Diese Netze aus einem speziellen hypoallergenen Material verwachsen fest im Bauchraum. Durch die Verstärkung durch das Kunststoffnetz werden deutlich höhere Festigkeiten der Bauchdecke erzielt, so dass die Wahrscheinlichkeit neuer Brüche an derselben Stelle sinkt. Das Netz kann entweder laparoskopisch oder offen durch einen Leistenschnitt eingelegt werden.

Rekonstruktive Chirurgie der Bauchdecke (Narbenhernie) modifiziert nach Ramirez

Angeborene Schwachstellen der Bauchdecke, wie etwa der Nabel oder der Leistenkanal können einen Bruch begünstigen, kommen jedoch weitaus seltener vor. Bauchdeckenbrüche können lebensbedrohlich sein, denn ebenso wie bei Leistenhernien können sich Organe durch den Bruch nach außen stülpen und im schlimmsten Falle durch mangelnde Durchblutung schwere Schäden davontragen.

Eine Narbenhernie, auch Narbenbruch genannt, ist ein Eingeweidebruch der Bauchdecke, der nach vorangegangenen Eingriffen im Bereich der Bauchdecke auftreten kann. Die operative Versorgung von  Bauchdeckenbrüchen bedarf spezieller Expertise und sollte individuell besprochen werden. Nicht jeder Bauchdeckenbruch muss operativ versorgt werden. Bei großen Brüchen in der Bauchwand kann es vorkommen, dass die geraden Bauchmuskeln, die für die Stabilität und den Schutz der Eingeweide sorgen, zur Seite verschoben sind. Eine Korrektur ist mit Hilfe der Bauchdecken-Kulissenplastik nach Ramirez möglich. Dabei werden Muskelfaser-Bündel voneinander gelöst und vor den Bruch geschoben, dass sie die Lücke in der Bauchdecke schließen. Diese Bauchdecken-OP ist meist  nur über einen offenen Schnitt möglich, daher ist in der Regel ein mehrtägiger stationärer Aufenthalt im Krankenhaus  notwendig.

Dickdarm- und Mastdarmchirurgie

Die Dickdarm- und Mastdarmchirurgie wird zusammenfassend als Kolorektalchirurgie bezeichnet und befasst sich mit der operativen Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Dickdarms (Kolon) und des Mastdarms (Rektum). 

Zu den häufigsten entzündlichen Erkrankungen des Dickdarms zählt die Divertkulitis. Sie ist unter anderem auf ballaststoffarme Ernährung vor allem in Industrieländern zurückzuführen. Divertikel sind Ausstülpungen der Dickdarmwand. Kommt es zu Entzündungen dieser Ausstülpungen, spricht man von einer Divertikultits. In der Regel kann sie medikamentös behandelt werden. Treten jedoch immer wieder Entzündungen auf, oder ist es in Folge der Entzündungen zur Fistelbildung oder chronischen Engstellung des Darmes gekommen, so ist ein eine operative Therapie mit Entfernung des betroffenen Darmabschnittes erforderlich. Dieser Eingriff wird  in aller Regel laparoskopisch durchgeführt.

Bösartige Erkrankungen des Dickdarms (Kolon) und Mastdarms (Rektum) werden zusammen als kolorektales Karzinom oder Darmkrebs bezeichnet. Das kolorektale Karzinom stellt in Deutschland bei Männern nach Prostata- und Lungenkrebs den dritthäufigsten und bei Frauen nach Brustkrebs den zweithäufigsten bösartigen Tumor dar. Am Anfang der Behandlung steht die umfassende Diagnostik und stadiengerechte Operation. Um die Lebensqualität der Patienten zu erhalten, wird mit Hilfe einer speziellen Technik der Schließmuskel möglichst erhalten. Auch bei den  meisten Mastdarmeingriffen kann heutzutage häufig die Anlage eines dauerhaften künstlichen Darmausgangs vermieden werden. Je nach Indikation werden die Operationen am Dick- und Mastdarm auch laparoskopisch durchgeführt.

Asziteschirurgie (Bauchwassersucht)

Bei Patienten mit medikamentös nicht behandelbarem Aszites (Bauchwassersucht), die deswegen immer wieder punktiert werden müssen, wird im St. Josef Krankenhaus Haan ein relativ neues OP-Verfahren angeboten. Dabei wird eine Pumpe - die so genannte Alfapumpe - unter die Haut implantiert, die das Bauchwasser aus dem Bauch abpumpt und in die Blase leitet. Durch den Rückgang des Druckes im Bauchraum kann der Patient wieder Essen zu sich nehmen, er nimmt an Muskelmasse zu und fühlt sich in aller Regel wesentlich wohler. 

Rhythmuschirurgie

  • Herzschrittmacher
  • Defibrilator
  • Eventrecorder

Haut- und Weichteiloperationen bei gut- und bösartigen Erkrankungen

Gewebewucherungen der Haut und Unterhaut sowie im Weichteilgewebe sind zunächst kein Grund zur Sorge, denn meist handelt es sich um gutartige Neubildungen. Zur Sicherheit sollten derartige Neubildungen jedoch entfernt und pathologisch untersucht werden. Diese Eingriffe können im St. Josef Krankenhaus Haan auch ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt werden. 

Gut zu wissen

Qualifikationen des ärztlichen Teams

Im ärztlichen Team der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St. Josef Krankenhaus Haan sind fast nur Fachärzte für Chirurgie und Viszeralchirurgie  tätig. 

Durch die Spezialisierung der Oberärztinnen können wir über das normale Maß hinaus differenziert chirurgische Krankheitsbilder behandeln.

Chefarzt Dr. Thomas Ehmann leitet die Abteilung seit 2017. 
Er hat sich speziell mit der kolorektalen Chirurgie, der Bauchdeckenchirurgie, sowie der laparoskopischen Chirurgie beschäftigt.

Oberärztin Anke Meyer verfügt durch ihre langjährige Arbeit in endokrinologischen Fachabteilungen über sehr viel Erfahrung im Bereich der Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie. Da in der Abteilung ein neues Neuromonitoringgerät vorhanden ist, können wir während jeder Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenoperation kontinuierliches Vagusmonitoring anbieten und so die Sicherheit bezüglich der Schonung des Stimmbandnerven erhöhen. 

Oberärztin Kirsten Reiter hat viele Jahre in der größten koloproktologischen Abteilung Kölns gearbeitet. Dank ihrer Expertise können wir proktologische Untersuchungen und Therapien genderspezifisch anbieten. Durch ihre Erfahrung in der Kontinenzchirurgie sind wir in der Lage, eine spezifische Diagnostik und individualisierte Therapie bei Problemen mit der Darmentleerung oder der Kontrolle des Stuhlgangs durchzuführen

Kontakt

Dr. Thomas Ehmann

Chefarzt

Facharzt für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Zusatzbezeichnungen: Spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie, Coloproctology (EBSQ)

Susanne Redlin

Sekretariat

Telefon 0 21 29/9 29-4 22 41

Telefax 0 21 29/9 29-4 20 40

E-Mail an die Abteilung

Team

Anke Meyer

Oberärztin

Fachärztin für Viszeralchirurgie

Kirsten Reiter

Oberärztin

Fachärztin für Viszeralchirurgie

Weiterbildung

Chirurgie

St. Josef Krankenhaus Haan

Basisweiterbildung Chirurgie
Umfang 24 Monate
Gemeinsam befugte Ärzte: Dr. med. Thomas Ehmann, Dr. med. Udo Huberts

Viszeralchirurgie

St. Josef Krankenhaus Haan

Facharzt Viszeralchirurgie
Umfang 36 Monate
Befugter Arzt: Dr. med. Thomas Ehmann

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