Schlafmedizin

Das Schlafbedürfnis unterscheidet sich von Mensch zu Mensch sehr stark. Als Faustregel gilt: wer auch nach wenig Schlaf frisch und ausgeruht ist, ist gesund.

Ursachen für Schlafbeschwerden sind vielfach Stress, Leid und Sorgen, aber auch falsche Ernährung oder Missbrauch von Genussmitteln wie Kaffee, Tabak oder Alkohol. Neben der häufigen Schlaflosigkeit, unter der zumindest zeitweise etwa 30 Prozent der Bevölkerung leiden, gibt es viele Erkrankungen, die durch Beeinträchtigung der Schlafqualität zu starker Tagesmüdigkeit führen. Wenn die Erholungsvorgänge im physiologischen Tag-Nacht-Rhythmus gestört sind und ein auffälliges Tagesverhalten nach sich ziehen, ist eine gründliche Untersuchung des Schlafes dringend notwendig.

Das Schlaflabor gehört zur Abteilung Innere Medizin. An fünf Messplätzen kann das gesamte Spektrum der schlafbezogenen Erkrankungen untersucht werden – etwa 90 verschiedene Krankheiten. Es gibt viele Formen der Schlaflosigkeit: von der Narkolepsie mit blitzartigen Schlafattacken im Laufe des Tages bis zu den häufig auftretenden schlafbezogenen Atmungsstörungen. Hierbei kommt es zu Atemstillständen im Schlaf, die Sauerstoffmangel und schwere Müdigkeit am Tage nach sich ziehen können. In den meisten Fällen kann durch eine Überdrucktherapie mittels Nasenmaske geholfen werden, die der Patient selbst zu Hause anlegt.

Zur Diagnostik und Therapieüberwachung während des Nachtschlafes wurden aufwändige Überwachungsplätze eingerichtet. Gerade im Schlaf zeigt sich die Atemschwäche am augenfälligsten, da die Muskulatur während der Nacht ihre Energiespeicher wie einen leeren Akku wieder aufladen will. Da die Aussagekraft der Messungen während des Schlafes auch von den Untersuchungsbedingungen abhängt, wurde im Schlaflabor des St. Josef Krankenhauses Haan besonderer Wert auf eine freundliche Atmosphäre gelegt: Nur die unvermeidlichen medizinischen Geräte erinnern an herkömmliche Krankenzimmer. Die Patienten werden intensiv über Krankheitsbilder, Geräte- und Maskenhandhabung geschult, da die Mitarbeit und Eigenverantwortung des Patienten für den Behandlungserfolg entscheidend sind.

Einen weiteren Schwerpunkt des Schlaflabors stellt die Heim- und Langzeitbeatmung dar. Hier wird die Atemnot von Menschen mit einer Atemmuskelschwäche oder einer Überlastung der Atemmuskulatur bei fortgeschrittenen Lungenerkrankungen oder einem deformierten Brustkorb gelindert.

Wichtiger Hinweis zur Untersuchung schlafbezogener Störungen

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient, 

Ihr behandelnder Arzt befürwortet eine Untersuchung auf schlafbezogene Störungen in unserem Schlaflabor.
Nun hat das Bundessozialgericht in letzter Instanz geurteilt, dass eine Schlaflabordiagnostik in der Regel in den Bereich der ambulanten Versorgung gehört, es sei denn dass Vorerkrankungen einen stationären Aufenthalt erforderlich machen. Mit diesem Urteil werden Krankenhäusern die Kosten für die Untersuchung nur noch in Ausnahmefällen erstattet

Es ist uns aber gelungen, mit einigen Krankenkassen Verträge abzuschließen. Mit folgenden Krankenkassen haben wir gesonderte Behandlungsverträge abgeschlossen: 

  • AOK Rheinland/Hamburg
  • Barmer GEK
  • BKK Gildemeister
  • Techniker
  • BIG direkt
  • Bundesknappschaft

Bei den Versicherten dieser Krankenkassen reicht die Einweisung durch den behandelnden Arzt.

Schwerpunkte des Schlaflabors

Schlafapnoe

Beim Schlafapnoe-Syndrom kommt es zu Atemstillständen im Schlaf, die zu Sauerstoffmangel, erhöhter Herzbelastung und sogar zu einem Schlaganfall führen können. Dabei wird die Atemblockade entweder durch ein Zusammenfallen der Rachenwände bei der Einatmung oder durch eine Störung des Atmungszentrums im Gehirn verursacht.

Vielfach betroffen sind übergewichtige Männer und Frauen zwischen 40 und 60 Jahren. Meist berichtet der Partner des Betroffenen von lautem, unregelmäßigem Schnarchen. Der Patient selbst leidet unter Schlaf- und Konzentrationsstörungen sowie unter Tagesmüdigkeit.

Als Spätfolgen treten Bluthochdruck sowie aufgrund des Sauerstoffmangels Herz-Kreislauf-Erkrankungen und hirnorganische Veränderungen auf. In den meisten Fällen kann durch eine Überdrucktherapie mittels Nasenmaske geholfen werden, die der Patient beim Schlafen anlegt.

Heim- und Langzeitbeatmung

Einen weiteren Schwerpunkt des Schlaflabors stellt die Heim- und Langzeitbeatmung dar.

Hier wird die Atemnot von Menschen mit einer Atemmuskelschwäche oder einer Überlastung der Atemmuskulatur bei fortgeschrittenen Lungenerkrankungen oder einem deformierten Brustkorb gelindert.

Gut zu wissen

Akkreditiertes Schlaflabor

Akkreditiertes Schlaflabor der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin DGSM

Weitere Informationen zur Schlafmedizin finden Sie hier.

Kontakt

Dr. Henning Henke

Chefarzt

Facharzt für Innere Medizin,
Gastroenterologie

Gabriele Lorenz-Weierstahl

Anmeldung Schlaflabor

Telefon 0 21 29/9 29-4 26 60

Telefax 0 21 29/9 29-4 20 80

E-Mail an Gabriele Lorenz-Weierstahl

Diese Webseite verwendet Cookies.

Wir verwenden Cookies, um Inhalte zu personalisieren. Diese Cookies helfen uns dabei, Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten und unsere Webseite ständig zu verbessern. Mit dem Klick auf den Button “Akzeptieren” erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Für weitere Informationen über die Nutzung von Cookies oder für die Änderung Ihrer Einstellungen klicken Sie bitte auf “Details”.

Sie geben Ihre Einwilligung, wenn Sie unsere Webseite weiterhin nutzen.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.

Impressum